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Coccolithophoriden – Meeresalgen und Klima

Coccolithohporiden sind einzellige, autotroph lebende Algen. Da sie zum Phytoplankton gehören, sind sie an die von der Sonne durchfluteten Wasserschichten der Ozeane gebunden, um Photosynthese durchführen zu können.

Da sie im Ozean in großen Mengen auftreten, gehören Coccolithophoriden zu den wichtigsten Primärproduzenten der marinen Ernährungskette. Darüber hinaus beeinflussen diese kleinen Karbonatproduzenten den globalen Kohlenstoffkreislauf. Sie brauchen Kohlenstoffdioxid (CO2) um Photosynthese durchführen zu können, aber sie geben dieses Treibhausgas ebenso bei der Produktion der Kalkblättchen (Coccolithen) ab, dieser Vorgang ist Teil der sogenannten Karbonatpumpe. Wenn die Algen absterben, sinken ihre Coccolithen, und damit der eingeschlossene Kohlenstoff,  auf den Meeresboden (organische Pumpe). Daher sind Coccolithophoriden wichtige “Akteure” in der Gestaltung des globalen Klimas.

Darüber hinaus kann eine klimatische Verbindung zwischen dem Auftreten von Coccolithophoriden und der Bildung von Wolken gesehen werden. Das liegt daran dass sie ein Stoffwechselprodukt ausscheiden welches sich zu Dimethylsulfid (DMS) umwandelt und die Wolkenbildung begünstigt. Diese Wolken verhindern, dass Wärme zurück in den Weltraum reflektiert wird.

Quelle: Uni Bremen, Fachgebiet Sedimentologie – Paläozeanographie

Eine sehr ausführliche Erläuterung der Uni Bremen zu den Coccolithophoriden finden Sie hier.

Coccolithophoriden vor und nach der Ozeanversauerung

Coccolithophoriden unter heutigen Bedingungen (links) und in einem versauerten Ozean durch hohem CO2-Gehalt (rechts). Foto: G. Langer, Uni Kiel

Hier finden Sie mehr Infos zur Ozeanversauerung