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Wüstenstrom – Solarthermische Kraftwerke

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Solarthermische Kraftwerke könnten künftig bis zu ein Viertel des weltweiten Strombedarfs umweltfreundlich, preiswert und zuverlässig decken.

Wüstenstrom ist möglich
Thermisches Solarkraftwerk mit Parabolrinnenkollektoren in Spanien – (c) Markel Redondo / Greenpeace

Das beweist u.a. eine Studie, die von Greenpeace in Auftrag gegeben wurde. “Solarthermische Kraftwerke könnten dreimal mehr Strom produzieren als alle Atomkraftwerke weltweit. Und dies sauber, sicher und ohne Folgekosten.” versicherte der Greenpeace-Energieexperte Böhling aufgrund der Studie. Das sei nicht nur Zukunftsmusik, sondern eine sofort real umsetzbare Technik, denn die erforderlichen Kraftwerke, Speicherkapazitäten und die Übertragungsnetze sind technisch ausgereift und erprobt.

Alles was fehle, seien die entsprechenden politischen Signale und die willige Wirtschaft.

Diese würde nach der Studie ebenso profitieren wie die Technik die Klimabilanz enorm verbessern würde:
Solarthermische Kraftwerke könnten bis 2050 den Ausstoß von 4,7 Milliarden Tonnen klimaschädlichen Kohlenstoffdioxides verhindern. Diese Einsparung entspricht dem sechsfachen Volumen des derzeitigen CO2-Ausstoßes in Deutschland.

Gut 14 Tage nach Erscheinen der Studie kam die Meldung, dass ein Firmenkonsortium für 400 Milliarden Euro die Sonnenkraftwerke bauen will – eine Initiative für Erneuerbare Energien, die weltweit ihresgleichen sucht. (Projekt DESERTEC)

Schon für Juli 2009 sollte der Zusammenschluss der Unternehmen vollzogen werden – darunter u.a. Siemens, die Deutsche Bank und RWE.

Während Eon und RWE  in das Projekt einsteigen, hält Vattenfall es nicht für lukrativ. Vattenfall-Chef Josefsson ist zudem noch UN-Klimaschutzberater. Da mutet es befremdlich an, dass er den Wüstenstrom öffentlich angreift.

Ebenfalls nicht begeistert sind die Lobby der Erneuerbaren Energien und ihre Unterstützer. Sie befürchten, dass ihnen die Felle davonschwimmen. Ihr Gegenargument in erster Linie: dass Wüstenstrom den deutschen Arbeitsmarkt für Erneuerbare Energien schwächt.


Am 13. Juli 2009 schlossen sich in München 12 Unternehmen zur Desertec Industrie Initiative (DII) zusammen, um künftig die Analyse und Entwicklung solarthermischer Anlagen in den Wüsten Nordafrikas zu betreiben.

Artikel zum Zusammenschluss der Desertec Industrie Initiative (DII).


Am 30. Oktober 2009 gründet sich die Desertec Planungsgesellschaft Desertec Industrial Initiative.


Stand:  30.10.2009